Tankred Stöbe
Dr. Tankred Stöbe studierte von 1991 bis 1998 Medizin an den Universitäten Greifswald, Wien, Berlin und Witten-Herdecke und promovierte anschließend. Nach seiner Facharztausbildung in Innerer Medizin sowie Intensiv- und Notfallmedizin war er in verschiedenen deutschen Kliniken tätig und arbeitet heute als Notfallmediziner in einem Krankenhaus in Berlin.
Sein Engagement im Bereich der internationalen humanitären Hilfe begann 2002 mit seinem ersten Einsatz für Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF) in Thailand und Myanmar. In den folgenden Jahren führte ihn seine Arbeit in zahlreiche Krisengebiete weltweit, darunter Syrien, den Jemen, Venezuela, Gaza/Palästina und Afghanistan. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz auf einem Rettungsschiff im Mittelmeer, wo er die medizinische Versorgung von Flüchtlingen unterstützte. Seine 30 Einsätze mit Ärzte ohne Grenzen führten ihn zuletzt nach Haiti, in den Süd-Sudan und in die Ukraine.
Dr. Stöbe war von 2004 bis 2015 im Vorstand von Ärzte ohne Grenzen Deutschland tätig. Von 2015 bis 2018 war er zudem Mitglied des internationalen Vorstands von MSF und gehörte von 2021 bis 2024 dem französischen Vorstand an. In diesen Funktionen trug er maßgeblich zur Weiterentwicklung der Organisation und ihrer strategischen Ausrichtung bei.
Für sein herausragendes Engagement in der humanitären Hilfe wurde Dr. Stöbe mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Paracelsus-Medaille im Jahr 2016, der höchsten Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft, und dem Bundesverdienstkreuz im Jahr 2021.
Durch seine umfassenden Erfahrungen in der Notfall- und Intensivmedizin sowie in der internationalen humanitären Hilfe hat Dr. Tankred Stöbe bedeutende Beiträge zur medizinischen Versorgung in Krisengebieten geleistet. Für sein langjähriges Engagement wird ihm heute die Ehrenmitgliedschaft der DGIM verliehen.