Leopold-Lichtwitz-Medaille

Zu Ehren herausragender Ärzte und Forscher verleiht die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) die Leopold-Lichtwitz-Medaille. Sie trägt den Namen des Vorsitzenden der DGIM zum 45. Internistenkongress im Jahre 1933. Als Jude musste Leopold Lichtwitz im Zuge der nationalsozialistischen Machtübernahme seinen DGIM-Vorsitz niederlegen und emigrierte kurz darauf nach Amerika. Zu seinem Gedenken und in Erinnerung an tausende Ärzte jüdischer Abstammung, die während dieser Zeit geächtet, verfolgt und umgebracht wurden, hat die DGIM im Jahr 2013 diese Medaille ins Leben gerufen. Die Entscheidung für Lichtwitz als Namensgeber fiel in der Fachgesellschaft während einer Phase der intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte im Nationalsozialismus.

Mit der Medaille zeichnet die DGIM Personen aus, die sich durch ihre Arbeit und ihren Einsatz für die Interessen der Inneren Medizin und der DGIM in außergewöhnlichem Maße hervorgetan haben. Die Fachgesellschaft ehrt auf diese Weise große Ärztinnen und Ärzte, außergewöhnliche klinische Lehrer und Forscher für ihr Lebenswerk. Sie drückt damit jenen Menschen ihren Dank und ihre Anerkennung aus, die das gesamte Gebiet der Inneren Medizin und ihre Fachgesellschaft vorangebracht haben. Die DGIM verleiht die Leopold-Lichtwitz-Medaille auf ihren Jahreskongressen.

Vorschlagsberechtigt ist jedes ordentliche Mitglied der DGIM.

Der Einsendeschluss für die Vorschläge der Leopold-Lichtwitz-Medaille ist der 15.12.2017.