Biographie Leopold Lichtwitz


(* 1876 in Ohlau/Schlesien, † 1943 in New Rochelle bei New York)

1896: Medizinstudium in Breslau mit Stationen in München, Freiburg und Leipzig
1901: Dissertation in Leipzig zur "Beeinflussung der Resorption von Fett im Dünndarm
1902: Heirat mit Gertrud Bielschowsky
1906:/07: Studium der Chemie und der Physikalischen Chemie in Leipzig
1907: Assistenzarzt an der Medizinischen Poliklinik in Freiburg
1908: Assistenzarzt an der Medizinischen Klinik Göttingen, Habitilation im Fach Innerer Medizin
1910: Ernennung zum Oberarzt, anschließend Übernahme der Leitung der Medizinischen Poliklinik
1913: Außerordentlicher Professor ("Titularprofessor")
1916: Wechsel an das Städtische Krankenhaus Altona, wo er die Leitung der Inneren Abteilung übernimmt und schließlich Direktor des Krankenhauses wird
1914 bis 1918: kriegsfreiwilliger Arzt und Führer einer Roten-Kreuz-Kolonne
1931: Direktor des Rudolf-Virchow-Krankenhauses in Berlin; von den Nationalsozialisten als Jude eingestuft, wird er aus dieser Position kurze Zeit später entlassen
1932: Ernennung zum Vorsitzenden der DGIM
1933: Ausgrenzung und deshalb Rücktritt vom DGIM-Vorsitz; Emigration in die USA; Leiter der Abteilung Innere Medizin am Montefiore Hospital/NY; Professur an der Columbia University
1941: Ruhestand

Die DGIM spricht mit der Leopold-Lichtwitz-Medaille Dank und Anerkennung aus, die sich durch ihre Arbeit und ihren Einsatz für die Interessen der Inneren Medizin und der DGIM in außergewöhnlichen Maße hervorgetan haben.