Leopold-Lichtwitz-Medaille
Zu Ehren herausragender Ärzte und Forscher verleiht die DGIM die Leopold-Lichtwitz-Medaille auf ihren Jahreskongressen. Sie trägt den Namen des Vorsitzenden der DGIM zum 45. Internistenkongress im Jahre 1933. Als Jude musste Leopold Lichtwitz im Zuge der nationalsozialistischen Machtübernahme seinen DGIM-Vorsitz niederlegen und emigrierte kurz darauf nach Amerika. Zu seinem Gedenken und in Erinnerung an tausende Ärzte jüdischer Abstammung, die während dieser Zeit geächtet, verfolgt und umgebracht wurden, hat die DGIM im Jahr 2013 diese Medaille ins Leben gerufen. Die Entscheidung für Lichtwitz als Namensgeber fiel in der Fachgesellschaft während einer Phase der intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte im Nationalsozialismus.
Mit der Medaille zeichnet die DGIM große Ärztinnen und Ärzte, außergewöhnliche klinische Lehrer und Forscher für ihr Lebenswerk aus, die sich durch ihre Arbeit und ihren Einsatz für die Interessen der Inneren Medizin und der DGIM in außergewöhnlichem Maße hervorgetan haben. Sie drückt damit jenen Menschen ihren Dank und ihre Anerkennung aus, die das gesamte Gebiet der Inneren Medizin und ihre Fachgesellschaft vorangebracht haben.
Vorschlagsberechtigt ist jedes ordentliche Mitglied der DGIM.
Falls Sie Fragen oder Vorschläge zur Leopold-Lichtwitz-Medaille haben, stehen wir Ihnen gerne unter infodgim.de zur Verfügung.
Preisträger 2026
Professor Dr. med. Jürgen Floege
Jürgen Floege erhielt seine Ausbildung an der Medizinischen Hochschule Hannover, dem Albert Einstein College of Medicine in New York und an der University of Washington in Seattle. Von 1999 bis 2023 war er Direktor der Abteilung für Nephrologie und Immunologie der RWTH Aachen. Von April 2019 bis Mai 2020 amtierte er als Präsident der DGIM. Zudem ist er Gründungsmitglied und Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) sowie Ehrenmitglied mehrerer internationaler Fachgesellschaften.
Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf immunologischen Nierenerkrankungen, insbesondere der IgA-Nephropathie und anderen chronischen Nierenerkrankungen. Er veröffentlichte über 800 Arbeiten, ist Herausgeber des Bestsellers „Comprehensive Clinical Nephrology“, Herausgeber des „Clinical Kidney Journal“ und Mitherausgeber von „Kidney International“. Sein Lebenswerk wurde 2018 von der European Renal Association und 2020 von der DGfN geehrt.
2026 zeichnet ihn die DGIM für seine Verdienste mit der Leopold-Lichtwitz-Medaille aus und verleiht ihm damit die größte Ehrung der Fachgesellschaft.
Preisträger 2025
Professor Dr. med. Claus Vogelmeier
Die Leopold-Lichtwitz-Medaille, die höchste Auszeichnung der DGIM für Verdienste um die Innere Medizin, wurde Professor Dr. med. Claus F. Vogelmeier verliehen. Der Pneumologe leitete bis Anfang 2025 die Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin an der Philipps-Universität Marburg. Mit über 600 Veröffentlichungen sowie zahlreichen Funktionen in nationalen und internationalen Gremien – etwa bei der Deutschen Lungenstiftung und der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) – prägte Vogelmeier die Lungenheilkunde maßgeblich. Als DGIM-Vorsitzender im Jahr 2018/2019 wählte er das Leitthema „Digitale Medizin“ und ist seitdem Sprecher der Kommission „Digitale Transformation in der Inneren Medizin“.
Preisträger 2010*
Prof. Dr. med. Kurt Kochsiek †
Preisträger 2009*
Prof. Dr. med. Meinhard Classen †
Preisträger 2008*
Prof. Dr. med. Peter C. Scriba †
Preisträger 2007*
Prof. Dr. med. Hans-Peter Schuster
und
Prof. Dr. med. Volker Diehl
Preisträger 2005*
Professor Dr. med. Karl Hermann Meyer zum Büschenfelde †
Preisträger 2004*
Prof. Dr. med. Werner Creutzfeld †
Preisträger 2001*
Prof. Dr. med. Hanns Gotthard Lasch †
und
Prof. Dr. med. Wolfgang Gerok †
Preisträger 2000*
Prof. Dr. med. Paul Schölmerich †
und
Prof. Dr. med. Walter Siegenthaler †
Preisträger 1999*
Prof. Dr. med. Rudolf Gross †
* ehemals Gustav-von-Bergmann-Medaille