Konsensus-Kommission
"Klug entscheiden"
In Deutschland bestehen erhebliche regionale Unterschiede in der medizinischen Versorgung. Häufig werden unnötige Behandlungen durchgeführt – oft aus Angst, etwas zu übersehen. Medizinische Leitlinien empfehlen meist, was getan werden sollte, selten jedoch, was nicht.
Um die Versorgungsqualität zu verbessern und Ressourcen für Innovationen zu schaffen, müssen medizinisch unnötige Maßnahmen vermieden werden. Genau hier setzt die internationale Choosing Wisely Initiative (CWI) an, die 2011 in den USA gegründet wurde. Sie fördert den offenen Dialog zwischen Ärzteschaft, Patienten und Öffentlichkeit über den sinnvollen Einsatz medizinischer Leistungen.
Inspiriert durch dieses Konzept wurde 2015 die Initiative „Klug entscheiden“ von der DGIM ins Leben gerufen. Ziel ist es, durch Aufklärung über Über- und Unterversorgung die medizinische Versorgung gezielt zu verbessern.
„Klug entscheiden“ konzentriert sich auf diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die entweder zu häufig oder zu selten angewendet werden – obwohl sie nicht notwendig oder im Gegenteil dringend erforderlich wären. Die Empfehlungen entstehen in einem transparenten Prozess mit Fachgesellschaften, Expertinnen und Experten werden regelmäßig aktualisiert.
Die DGIM beabsichtigt, ihre Empfehlungen künftig eng mit den medizinischen Leitlinien zu verknüpfen.
Definierte Ziele sind:
- Behandlungsunsicherheiten zu beseitigen
- damit die Versorgungsqualität zu verbessern
- Reserven für Innovationen zu schaffen
Vorsitz:
Vorsitzender: Prof. Dr. med. Sebastian Schellong, Dresden, Angiologie (DGIM)
Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle: Katja Müller, kmuellerdgim.de
Mitglieder:
- Dr. med. Lena Albersdörfer, Köln (AG JUNGE DGIM)
- Prof. Dr. med. Bernd Alt-Epping, Göttingen, Palliativmedizin (DGP)
- Sonja Arens, Düsseldorf (BAG Selbsthilfe)
- Dr. med. Jutta Bauhammer, Baden-Baden (DGRh)
- Prof. Dr. med. Raffi Bekeredjian, Stuttgart (DGK)
- Prof. Dr. med. Rika Draenert, München, Infektiologie (DGI)
- Univ.-Prof. Dr. med. Martin Fassnacht, Würzburg, Endokrinologie (DGE)
- Prof. Dr. med. Jürgen Floege, Aachen, Nephrologie (DGfN)
- Prof. Dr. med. Stefan Frantz, Würzburg, Kardiologie (DGK)
- Prof. Dr. med. Thomas Frieling, Krefeld, Gastroenterologie (DGVS)
- Dr. med. Christian Gogoll, Berlin, Pneumologie (DGP)
- Prof. Dr. med. Michael Hallek, Köln, Hämatologie, Onkologie (DGIM)
- Prof. Dr. med. H. M. Hoffmeister, Solingen, Kardiologie (BDI)
- Dr. med. Fee Oda Holland, Bielefeld, Nephrologie (DGfN)
- Prof. Dr. med. Norma Jung, Köln, Infektiologie (DGI)
- Prof. Dr. med. Ina B. Kopp, Marburg (AWMF)
- Prof. Dr. med. Georg Kreymann, Hamburg, Ernährungsmedizin (DGEM)
- PD Dr. med. Petra Lynen-Jansen, Berlin, Gastroenterologie (DGVS)
- Prof. Dr. med. Elisabeth Märker-Hermann, Wiesbaden, Rheumatologie (DGIM/DGRh)
- Prof. Dr. med. Martin Möckel, Berlin, Internistische Intensivmedizin (DGIIN)
- Dr. med. Katja S. Mühlberg, Leipzig, Angiologie (DGA)
- Prof. Dr. med. Oliver Müller, Kiel, Angiologie (DGA)
- Dr. med. Monika Nothacker, Marburg (AWMF-IMWI)
- Prof. Dr. Stephan Petersenn, Hamburg, Endokrinologie (DGE)
- Prof. Dr. med. Michael Pfeifer, Regensburg, Pneumologie (DGP)
- PD Dr. med. Rupert Püllen, Frankfurt M., Geriatrie (DGG)
- Prof. Dr. med. Reimer Riessen, Tübingen, Internistische Intensivmedizin (DGIIN)
- Dr. med. Udo Schneider, Berlin (DGRH)
- Dr. med. Marcel Schorrlepp, Mainz (AG Hausärztliche Internistinnen und Internisten)
- PD Dr. med. Minna Voigtländer, Hamburg (DGHO)
- Prof. Dr. med. Bastian von Tresckow, Essen (DGHO)
- PD Dr. med. Ulrich Wedding, Jena, Palliativmedizin (DGP)