Gegen das Vergessen - Einblicke in die Geschichte der DGIM in der NS-Zeit

Medizinisches Unrecht, Unterdrückung, Emigration, Täterschaft und Widerstand – in fünf Kategorien gibt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin ab sofort Einblick in die Forschungsergebnisse, die Historiker im Auftrag der Fachgesellschaft ermittelt haben.

Biogramme erzählen von Tätern und Opfern in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft im Umfeld der Fachgesellschaft, erinnern an verfolgte Mitglieder, Misshandlung, Demütigung, Deklassierung aber auch an Widerständige gegen das NS-Regime. Mit der Website geht die Fachgesellschaft einen weiteren Schritt auf dem Weg der Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit und macht Ergebnisse jahrelanger Forschungsarbeiten für ein breites Publikum zugänglich. Die auf der Webseite einsehbaren Biogramme basieren auf Forschungen, mit denen die DGIM die Historiker Professor Dr. Hans-Georg Hofer aus Münster und Privatdozent Dr. Ralf Forsbach aus Köln beauftragt hat.

„Mit der Webseite schaffen wir größtmögliche Transparenz bei einem Thema, das der DGIM seit Jahren am Herzen liegt: der unvoreingenommenen Erforschung der eigenen Vergangenheit. Jeder kann nun die Ergebnisse einsehen und ich wünsche mir, dass viele Menschen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen“, sagt Professor Dr. med. Georg Ertl, Generalsekretär der DGIM aus Würzburg.