DGIM Medienpreise 2021

Ausschreibung 2021

Motto: „Das Coronavirus als medizinische und wissenschaftliche Herausforderung

Das Coronavirus prägte das Jahr 2020 wie kein anderes Thema und die Expertise von Vertretern aus Medizin und Wissenschaft war mehr denn je gefragt. Denn jeder neue Forschungsansatz, der Hoffnung auf einen Impfstoff machte, und jede neue Erkenntnis zur Diagnostik und Therapie von SARS-CoV-2 und COVID-19 fanden unmittelbar den Weg in die Öffentlichkeit. Auch die Medien standen in einem besonderen Spannungsfeld: Der Informationsbedarf in der Bevölkerung war sehr hoch, die Erkenntnisse zum neuen Virus jedoch gering. Die Coronakrise verdeutlichte den Bedarf an einer soliden und gut recherchierten Berichterstattung und zeigte die hohe Verantwortung der Medien gegenüber ihren Rezipienten: Journalistinnen und Journalisten müssen umfangreiche und komplexe Sachverhalte verständlich und möglichst auch noch unterhaltsam aufbereiten und dürfen dabei die validen Fakten nicht aus dem Blick verlieren. 

Für 2021 stellt die DGIM die Medienpreise deshalb unter das Motto „Das Coronavirus als medizinische und wissenschaftliche Herausforderung“. Sie möchte damit informative, verständliche, aber auch faktentreue Berichterstattungen unterstützen. Es werden drei Preise vergeben: Der Autor des erstplatzierten Beitrags erhält 5.000 Euro. Der zweitplatzierte Beitrag ist auf 2.000 Euro und der dritte Platz auf 1.000 Euro dotiert.

Bewerben können sich Journalistinnen und Journalisten, die für Publikumsmedien schreiben und denen es in ihren Beiträgen gelingt, das Thema für die Bevölkerung verständlich aufzubereiten und über komplexe wissenschaftliche Themenstellungen aufzuklären.

Eine Bewerbung ist bis zum 28. Februar 2021 möglich.

Ausschreibung 2021

Statut

2020 schrieb die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) zum zweiten Mal ihre Medienpreise für exzellente journalistische Arbeit aus.

Diesmal hat die DGIM das Motto der Medienpreise unter das Kongressthema „Forschung in der Inneren Medizin“ gestellt.

Zahlreiche Bewerbungen gingen aus den Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen ein. Die Preisverleihung findet am 15. Oktober 2020 in Wiesbaden statt.

1. Platz: „Das Beste kommt zum Schluss“ von der Autorengruppe um Dr. Bernhard Albrecht

Den ersten Platz der Medienpreise 2020 erhält die Autorengruppe um Bernhard Albrecht. Ihr Beitrag „Das Beste kommt zum Schluss“ wurde am 12. Dezember 2019 in der Publikumszeitschrift Stern veröffentlicht. Dieser sehr lesenswerte Artikel lebt vom Fachwissen und den hervorragenden journalistischen Fähigkeiten seiner Autoren. Gemeinsam stellen sie auf verständliche Weise sorgfältig recherchierte Erkenntnisse zu Bedeutung, Funktionen und Wirkungen des Mikrobioms zusammen – ein sehr aktuelles und wichtiges Forschungsgebiet, das uns noch weit in die Zukunft begleiten wird.

PDF des Beitrags

Kurz-Lebenslauf von Dr. Bernhard Albrecht

Nach seinem Studium der Medizin und Publizistik arbeitete Bernhard Albrecht u.a. für den Lokalteil der Augsburger Allgemeinen Zeitung und das Deutsche Ärzteblatt und war als Arzt in der Neurologie und Psychiatrie tätig. Anschließend arbeitete er bei Pro7 als Autor, CvD und Teamleiter für das TV-Wissensmagazin Galileo. Später war er selbständiger Autor und Regisseur mit Schwerpunkt auf wissenschaftlichen Themen für Fernsehanstalten (Pro7, WDR, Arte) und Printmedien (Der Spiegel, GEO u.a.). Seit Anfang 2013 ist er Wissenschaftsreporter beim Stern.

 

2. Platz (geteilt): „Was Frauen krank macht“ von Mareike Nieberding und „Geschlechterunterschiede in der Medizin“ von Dr. Daniela Remus

Den zweiten Platz teilen sich die Journalistinnen Daniela Remus für ihren Hörfunk-Beitrag für den Bayerischen Rundfunk „Geschlechterunterschiede in der Medizin“, der  am 28. Januar 2020 ausgestrahlt wurde, und Mareike Nieberding für ihren Artikel im Süddeutsche Zeitung Magazin „Was Frauen krank macht“, erschienen am 24. Mai 2019. „Beide Autorinnen haben es geschafft, dem Publikum ein sehr komplexes und gesellschaftlich hochrelevantes Thema in zwei ganz unterschiedlichen Formaten unterhaltsam und anschaulich nahe zu bringen“, erläutert Ertl. „Es werden dabei verschiedene Aspekte der Gendermedizin dargestellt: fehlende Studien an Frauen, unterschiedliche Biologie und Krankheitsanfälligkeit bei Mann und Frau, Positionen von Ärztinnen in Kliniken sowie  Geschlechterklischees – die sowohl auf der Seite der Patientinnen und Patienten als auch auf der Seite der Ärztinnen und Ärzte existieren.“

Teaser des Beitrags „Was Frauen krank macht“ 

Zum vollständigen Beitrag „Was Frauen krank macht“ 

Hier geht es zur Webseite des BR und zum ganzen Hörfunk-Beitrag „Geschlechterunterschiede in der Medizin“ https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-2007806.html

Kurz-Lebenslauf von Mareike Nieberding:

Nach ihrem Studium der Deutschen Philologie und Publizistik in Berlin und Paris und besuchte sie die Deutsche Journalistenschule. Sie arbeitet seit 2018 als Redakteurin für das SZ-Magazin in München. Vorher schrieb sie frei für u.a. Die Zeit, Der Spiegel, Neon, FAS. Am 24. August 2019 erschien ihr Buch "Verwende deine Jugend" im Tropen Verlag. Ihr Debüt "Ach, Papa – Wie mein Vater und ich wieder zueinanderfanden" erschien im Januar 2018 im Suhrkamp Verlag.

Kurz-Lebenslauf von Dr. Daniela Remus:

Daniela Remus studierte in Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik und promovierte im Fach Philosophie. Sie absolvierte ein Volontariat beim Süddeutschen Rundfunk (Hörfunk und TV) in Stuttgart und war dort Fest-freie Mitarbeiterin. Danach war sie in derselben Position für den Norddeutschen Rundfunk (NDR Info und NDR Kultur) tätig. Seit 1999 arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin für BR 2, NDR, SWR, DLF mit den Schwerpunkten Lebenswissenschaften, Medizinethik und Gesundheit.

Zum ersten Mal schrieb die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) Medienpreise für exzellente journalistische Arbeit aus.

In diesem Jahr hat die DGIM das Motto der Medienpreise unter das Kongressthema „Digitale Medizin“ gestellt. Denn über dieses Thema gibt es noch einen großen Aufklärungsbedarf.

Zahlreiche Bewerbungen gingen aus den Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen ein. Die Preisverleihung fand am 5. Mai 2019 auf dem Internistenkongress in Wiesbaden statt.

Dr. Eckart von Hirschhausen - Grußwort DGIM Medienpreis 2019

Preisträger 2019

1. Platz: „Leben lassen“ von Lorenz Wagner

Der erste Platz der Medienpreise 2019 ging an Lorenz Wagner. Sein Beitrag „Leben lassen“ wirft einen differenzierten Blick auf Tierversuche. Der Artikel ist am 11. Januar 2019 im Süddeutsche Zeitung Magazin erschienen. Umfassend und sorgfältig beschreibt er darin, warum die ethisch zunehmend unter Kritik geratenen Tierexperimente in vielen Forschungsbereichen keine guten Erfolgsquoten erzielen. Wissenschaftler und die Pharmaindustrie verschreiben sich immer häufiger Tests an künstlichen Organismen. Herr Lorenz widmet sich in seinem Artikel einer Kernkritik an der Forschung und erklärt, wo Tierversuche weiterhin wichtig und sinnvoll sind. Gleichzeitig zeigt er auf, wie die Digitalisierung zu einer massiven Veränderung in dieser Forschungslandschaft beiträgt und welches revolutionäre Potential sich dahinter verbirgt.

PDF des Beitrags

Kurz-Lebenslauf von Lorenz Wagner

Nach dem Studium in Romanistik und BWL in Nancy, studierte Lorenz Wagner an der Axel Springer Journalistenschule und war Chefreporter der „Financial Times Deutschland“. Seit 2013 ist er Redakteur beim Süddeutsche Zeitung Magazin.


2. Platz: „Über Teledoktoren und Computertherapien“ von
Martina Keller und Jochen Paulus

Telemedizin ist in aller Munde, doch viele Patienten – aber auch Ärzte – können sich einen konkreten Alltag mit dieser Therapieform nicht vorstellen. Der Hörfunk-Beitrag „Über Teledoktoren und Computertherapien“ von Martina Keller und Jochen Paulus schafft, diese Distanz abzubauen. Er wurde am 26. August 2018 im Deutschlandfunk ausgestrahlt. Den Autoren gelang es, den telemedizinischen Alltag aus unterschiedlichen Perspektiven lebensnah und authentisch darzustellen – aus Sicht der Patienten sowie der Ärzte. Die Zuhörer begleiten darin Ärzte zu Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen wie Diabetes, Herzschwäche aber auch psychischen Leiden. Den Autoren gelingt es einerseits, Berührungsängste und Vorbehalte gegenüber dieser Therapieform zu reduzieren und die Vorteile für Ärzte und Patienten aufzuzeigen. Andererseits betrachten sie auch die Grenzen der telemedizinischen Arbeit und die Perspektiven, die diese Arbeit für die Ärzteschaft haben könnte. Für diese differenzierte und authentische Sicht auf ein sehr aktuelles und zunehmend wichtiges und zukunftsweisendes Thema verleiht die DGIM den Autoren den zweiten Platz der Medienpreise.

Hier geht es zur Webseite des Deutschlandfunks und zum ganzen Beitrag:

https://www.deutschlandfunk.de/fernbeziehung-ueber-telemedizin-und-computertherapeuten.740.de.html?dram:article_id=426441

Kurz-Lebenslauf von Martina Keller

Nach ihrem Studium der Geschichte und Philosophie in Bochum und Göttingen machte Martina Keller beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag in Husum und Flensburg ihr Volontariat. Anschließend war sie vier Jahre lang Redakteurin beim Öko-Test Magazin in Frankfurt. Bis heute arbeitet sie als freie Wissenschaftsjournalistin für GEO und DER SPIEGEL und produziert Hörfunk-Features für den ARD-Sender und den Deutschlandfunk. Ein Schwerpunkt sind investigative Recherchen.

Kurz-Lebenslauf von Jochen Paulus

Nach einem Praktikum beim Schwäbischen Tagblatt und einem Jahr als freier Journalist machte Jochen Paulus ein Volontariat bei der Hessischen-Niedersächsischen Allgemeinen in Kassel. Ab 1989 arbeitete er über fünf  Jahre als Redakteur beim Öko-Test-Magazin im Ressort für Hintergrundberichte, Umweltpolitik und Reportagen, sowie in der Testredaktion. Seit Mitte 1994 ist er freier Autor und Referent bei Bildungseinrichtungen. Jochen Paulus produziert Radiobeiträge für ARD-Sender.

 

3. Platz: „Stellvertreter in schwieriger Zeit“ von Denise Peikert

Mit ihrem Artikel gelang Denise Peikert eine sehr anrührende und einfühlsame Veröffentlichung zum Thema „Digitale Medizin“. Er ist in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) vom 8. Juli 2018 erschienen. Darin schildert die Autorin sehr anschaulich, wie ein Avatar ein chronisch krankes Kind am schulischen Alltag teilnehmen lassen kann, ohne dass das dies die Wohnung verlassen muss. Der Schulroboter ermöglicht es dem Kind, seine Freunde zu sehen, zu hören und mit ihnen und den Lehrern Kontakt aufzunehmen – eben als sein Stellvertreter. Die DGIM würdigt den neuen und relevanten Ansatz sowie den Aspekt, dass Digitalisierung – entgegen der häufigen Annahme – nicht isolieren und entmenschlichen muss, sondern zur Integration und sozialen Teilhabe von Menschen beitragen kann. Auch die Grenzen dieser Technologie diskutiert die Autorin sehr differenziert.

PDF des Beitrags

Kurz-Lebenslauf von Denise Peikert

Denise Peikert studierte Journalismus an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie an der Deutschen Journalisten-Schule. Anschließend war sie in wechselnden Positionen für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und schließlich als freie Journalistin darüber hinaus für die dpa und NEON tätig. Seit 2017 ist sie freie Journalistin unter anderem bei der FAZ, FAS, dpa und ZEIT sowie Mitarbeiterin im investigativen Rechercheteam des MDR.

 

Mitglieder der DGIM-Medienpreis Jury:

  • Professor Dr. med. Georg Ertl, Generalsekretär der DGIM
  • Dr. Oliver Erens, Vorsitzender des VMWJ - Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten e. V. 
  • Professor Dr. Christian Floto, Deutschlandfunk, Abteilungsleiter Wissenschaft & Bildung
  • Dr. Anika Geisler, Stern, Ressort Wissenschaft
  • Dr. Susanne Holst, ARD, Medizinjournalistin und TV-Moderatorin

Kontakt für Rückfragen:

Pressestelle der DGIM
Christina Seddig/Janina Wetzstein
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart

Tel.: 0711 8931-652/-457
Fax: 0711 8931-167
E-Mail:
seddigmedizinkommunikation.org
wetzsteinmedizinkommunikation.org

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